Was tun gegen Flugangst?

Was tun gegen Flugangst – (k)Ein unbezwingbares Monster?

Flugangst, ist weit verbreitet und erscheint, in ihren extremsten Ausprägungen, den Betroffenen als ein unbezwingbares Monster. Sie macht keinen Halt vor Frauen oder Männern, zeigt sich in leichten Ausmaßen ebenso wie auch in äußerst heftigen und hat individuelle Ursachen und verschiedenste Symptome. Doch egal wie, sie stellt für Betroffene eine kritische und herausfordernde Belastung dar. Sie kann plötzlich auftauchen, nachdem man jahrelang bereits problemlos fliegen konnte und ebenso möglich ist, dass sie schon auf dem ersten Flug auftritt. Doch wenn sie einmal als unfreiwillige Reisebegleitung dabei war, fällt es schwer, weiterhin unbeschwert mit dem Flugzeug unterwegs zu sein, geschweige denn, es zu besteigen. Was tun gegen Flugangst?

Flugangst
Was tun gegen Flugangst?

Viele Reisende welche vor dieser Frage stehen haben unzählige Vermeidungstaktiken und unfreiwillige Erfahrungen hinter sich: Manche versuchten, sich mit Beruhigungsmitteln oder Alkohol über einen Flug zu retten und mussten dafür unangenehme Nebenwirkungen in Kauf nehmen; andere wiederum drehen am Gate, vor dem Check-In oder bereits auf dem Weg zum Flughafen um. Und nicht Wenige berichten von ihrer Flucht in letzter Minute, durch bereits besetzte Sitzreihen und an verdutzten Stewardessen vorbei.

Flugangst kann, neben dieser gesteigerten Form, aber auch in abgeschwächter Form auftreten, welche bei vielen Passagieren mitreist: Mehr als die Hälfte von Flugreisenden gab an, sich in einem Flugzeug nicht immer wohl zu fühlen. Dies äußert sich eventuell nicht dramatisch, schränkt jedoch das Reisevergnügen ebenfalls schon ausreichend ein.

Um dieser Phobie schließlich zu entgehen, werden umständliche Wege in Kauf, und somit viel persönlicher Freiraum genommen, in Form höherer Kosten und längerer Reisezeiten. Ebenso ist die psychosoziale Komponente zu beachten: Neben unzähligen gutgemeinten Ratschläge nicht erkrankter Familienangehöriger oder Freunden, werden Betroffene auch im Laufe der Zeit mit Ungeduld und Unverständnis konfrontiert, da ihnen zum Beispiel „mangelnde Willenskraft“ im Kampf gegen die ungeliebte Reisebegleitung unterstellt wird. Vor allem mitreisende Familienangehörige, welche bereits mehrere Male die Auswirkungen einer Flugangst erlebt haben, wechseln von Verständnis zu Wut. Hilfreich ist dies alles nicht und auch von Entspannung weit entfernt.

Die wirklichen Ursachen haben vielfältige Wurzeln. Ein erster Einblick kann Aufschlüsse bieten und Lösungen in greifbare und mögliche Nähe rücken.

Was tun gegen Flugangst – Ursachen

Fragt man Betroffene, wird für Flugangst als häufigste Ursache Angst vor Kontrollverlust genannt. Ob diese bereits durch entsprechend negative Erlebnisse gefördert wurde oder nicht, ist dagegen irrelevant: Die Betroffenen sind zum Teil schon mehrere Male – und sogar Jahre – ohne konkrete realistische Erfahrungen geflogen, bis plötzlich Flugangst auftaucht und somit unmittelbar die logische Fragestellung was tun gegen Flugangst. Wie kann man diese Angst vorm Fliegen wirkungsvoll bekämpfen? Auch kann sich der Kontrollverlust ganz unterschiedlich präsentieren: Eine davongaloppierende Phantasie, die dem Betroffenen Schreckensszenarien im Kopfkino vorführt, hohe ungewohnte Fluggeschwindigkeit oder mangelndes technisches Wissen – diese und viele andere Ursachen können die sogenannte „irrationale Flugangst“ was tun gegen flugangstauslösen oder verstärken.

Erst an zweiter Stelle der genannten Gründe tauchen bereits reell erlebte Erfahrungen als Ursache auf: Die Bandbreite beinhaltet holprige Landungen, einengende Sitzverhältnisse, Turbulenzen oder Unwetter in der Luft, über verzögerte Starts, ungewohnte Geräusche oder Ausfall der Kabinenbeleuchtung, bis hin zu Notlandungen. Ob und wie reell die tatsächliche Gefahr gewesen sein mag, ist dafür nicht wichtig. Denn auch so lässt diese unvollständige Liste erahnen, welche individuellen Bedenken intensiv durch scheinbare „Kleinigkeiten“ ausgelöst werden, und somit die Flugangst auf den Plan rufen können.

Dabei sollte beachtet werden, dass der Mensch ein Lebewesen des Elementes Erde ist: Wir leben, atmen, bewegen uns mit unseren Füßen auf dem sicheren Boden und seinen Gegebenheiten, von Anbeginn an. Das Element Wasser eignen wir uns freiwillig an, aber nicht, weil es überlebensnotwendig ist. Feuer und Luft dagegen sind uns nicht vertraut, da wir uns nicht tagtäglich darin fortbewegen. „Wie Luft zum Atmen“ brauchen wir also nur den Sauerstoff, nicht aber die Notwendigkeit, in diesem Element zu überleben. Für manche stellt es daher eine Herausforderung dar, von einem 3m-Brett ins Schwimmbecken zu springen, für andere ist eine Flughöhe von 2500m eher beunruhigend. Und damit ist die eigentliche Ursache auch schon beim Namen genannt: Angst. Was tun gegen Flugangst?

Angst wird in unserem Alltag als Ohnmacht oder Hemmung erlebt, doch eigentlich diente sie dem Menschen. Angst war überlebenswichtig und hat unserer Gattung viele Jahrmillionen wertvolle Dienste geleistet: Als Alarmsignal oder Ansporn, zur Warnung, als Grenze und Wachstum gleichermaßen. Nur so war es unserer Spezies möglich, sich mit Angreifern, Gefahren oder Nahrungsbeschaffung angemessen auseinanderzusetzen.

Nun müssen wir zwar keine Säbelzahntiger mehr vor unserer Höhle fürchten, doch die für heutigen Menschen bedrohlichen Situationen sind nach wie vor gegeben – sie haben lediglich ihr Aussehen verändert: Die Säbelzahntiger und Wölfe von Heute erscheinen u.a. als Jobverlust, Trennung, schlechtere Bildungschancen, Routine, etc.. Materielle Verluste können uns schnell an den Rand der Existenzangst drücken, Bedrohung durch (jüngere) Konkurrenz im Job ebenso; exotische Hobbies dürfen zermürbende Bürojobs als Adrenalinkick ersetzen, um wenigstens am Wochenende noch Aufregung zu fühlen; und Trennungen von Partnern oder Todesfälle in der Familie rütteln an anderen Grenzen und deren Ängsten.

Die Angst vor dem Fliegen ist also eine moderne Angst, deshalb jedoch ist die Frage was tun gegen Flugangst nicht weniger ernst zu nehmen.

Was tun gegen Flugangst – die Symptome

Die Symptome der Flugangst sind verschieden: So können leichte Anzeichen, wie Unbehagen oder nicht näher zu differenzierendes Unwohlsein, bereits Hinweise auf Flugangst sein, sobald man sich dem Flughafen nähert. Eine gesteigerte Form davon geht oft schon mit heftigem Herzklopfen einher und kann solch intensive Ausmaße annehmen, dass der Betroffene eine Herzrhythmusstörung oder schlimmeres vermutet. Schwitzende Hände, Kreislaufirritationen, Übelkeit, Panik, Ohnmacht, Hyperventilation, Fluchtversuche, Aggression, Zittern – all das können Symptome von Flugangst sein. Spätestens dann sollte die Frage aufkommen: „Was tun gegen Flugangst?“

Welche Hilfe gibt es gegen die Angst des Fliegens?

Diese Phobie kann, wie bisher ausreichend geschildert wurde, verschiedene Ursachen haben. Daher gibt es keine pauschale Hilfe oder ein Allheilmittel, sondern viele mögliche Therapieangebote, die immer individuell abzustimmen und einzusetzen sind.

Sollte die Flugangst zum ersten Mal und überraschend im Flugzeug auftreten und Sie sich erstmals die Frage stellen was tun gegen Flugangst, zögern Sie nicht, das Flugpersonal anzusprechen. Stellen Sie den Mitarbeitern ruhig salopp die Frage: Was kann ich tun gegen Flugangst? Hemmschwellen und Scham sind verständlich, aber Sie können beruhigt davon ausgehen, dass Sie geschulte Fachleute an Bord haben, die sich für Ihre Gedanken und Sorgen gerne Zeit nehmen, um Sie zu beruhigen.

Ebenso hilfreich – falls möglich – ist es, sich nicht in die Gedanken hineinzusteigern, die der Angst unwillkürlich folgen, sondern zunächst einmal nur anzuerkennen und anzunehmen, dass Sie Ängste und Unruhe empfinden. Also: Die Angst nicht abwehren und abblocken, sondern ansehen und akzeptieren. Außerdem können Sie ruhige und gleichmäßige Atemzüge ausprobieren, denn die Konzentration auf die geregelte Atmung hilft gleich doppelt: Einerseits sind Sie somit abgelenkt von den negativen Gedankengängen, andererseits versorgen Sie Ihr Gehirn mit Sauerstoff, was in besonders adrenalinfördernden Situationen helfen kann, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen.

Ein weiterer Tipp hierzu ist: Spannende Reiselektüre. Kaufen Sie sich den teuren Krimi oder das bewegende Epos, erlaubt ist was gefällt – und wirklich ablenkt. Nichts eignet sich da besser als gute Bücher, die Ihnen gefallen und Ihre Gedanken auf ganz andere Themen lenken. Versuchen Sie sich also von der Frage was tun gegen Flugangst bewusst zu befreien und denken Sie an etwas schönes!

Auf psychischer Ebene haben Sie sich damit schon selbst und aktiv wertvolle Hilfestellungen gegeben, denn somit wird es der mentalen Spirale schwer gemacht, sich weiter nach unten zu drehen.

Außerdem ist es zur körperlichen Stärkung gut, kleine Snacks, welche Ihren Blutzuckerspiegel aufrechthalten, mitzunehmen oder zu erfragen: Schlecht gefrühstückt sackt der Kreislauf in Extremsituationen bekanntlich noch mehr ab. Mit etwas Traubenzucker, Schokolade, Obst oder anderen Lebensmitteln, die schnell in den Blutkreislauf gelangen, geben Sie dem Körper notwendigen Rückhalt in diesen nervlich intensiven Momenten. Soweit die Tipps zu potentiellen Sofortmaßnahmen bei was tun gegen Flugangst.

Doch welche Möglichkeiten haben Sie, wenn die Flugangst trotzdem wiederkehrt oder sich sogar verstärkt?

Dann sollten Sie nach einem nicht zufriedenstellenden Flugerlebnis nicht lange warten, sondern auch bald aktiv werden: Viele von Flugangst Geplagte vermeiden zukünftige Flüge, um ihrer Angst nicht erneut zu begegnen. So nachvollziehbar dies ist, so ist es nur scheinbar hilfreich, das Vermeiden von angsteinflößenden Situationen.

Wesentlich wirkungsvoller, weil nachhaltiger, gestalten sich aktive und zeitnahe Offensiven. Denn nur durch eigenes und positives Lernen wird das Gehirn davon überzeugt, dass die entstandene Angst überwunden und besiegt wurde. Hierbei können z.B. Kurse für Autogenes Training oder andere Entspannungstechniken (wie z.B. Meditation) helfen, sie können langfristig sehr gute Ergebnisse bezüglich der Beantwortung der Frage was tun gegen Flugangst bringen.

Natürlich gilt abzuwägen, ob Ihnen diese Techniken auch persönlich entsprechen und zusagen. Sollte die Flugangst jedoch schon ausgeprägte Ausmaße haben, können spezielle Therapien greifen, etwa in Form einer speziellen Verhaltenstherapie, welche den Patienten in psychologischer Begleitung seiner persönlichen Angstsituation stellt. Dies nennt sich „Konfrontationstherapie“ und weist die mit Abstand größte Erfolgsquote unter allen Möglichkeiten was tun gegen Flugangst auf.

Nicht weniger erfolgreich und eine womögliche Antwort auf was tun gegen Flugangst sind ebenso spezifische Flugangst-Seminare: Von einigen Fluggesellschaften werden Gruppen- oder Einzelcoachings angeboten, welche in zwei oder drei Tagen auf verschiedenen Ebenen der Flugangst entgegenwirken: Sowohl mit Entspannungstechniken, als auch durch Vermittlung technischen Wissens, bis hin zu einem abschließenden und reellen Flug – natürlich mit Begleitung durch Piloten und Stewardessen, manchmal auch mit Psychologen. Allerdings kosten diese Seminare grundsätzlich zwischen 500 bis 1.000 Euro – zusätzliche Hotel- und Fahrkosten nicht mitgerechnet. Eine sehr günstige und nicht weniger effiziente schnelle Alternative sind Online-Seminare und Audios, welche bequem von daheim aus umgesetzt werden können.

Gänzlich abzuraten ist bei der Frage was tun gegen Flugangst von folgenden „Lösungen“, welche in der ersten Verzweiflung verständlicherweise sinnvoll erscheinen: Alkohol und Beruhigungsmittel. Es gibt zwar einige Medikamente, welche die Phobien soweit abschwächen, dass der Betroffene z.B. vielleicht seine Angst vorm Fliegen nicht mehr spürt, doch wirken Alkohol und Tabletten nicht den tatsächlichen Ursachen entgegen. Im Gegenteil: Sie dimmen nur die Sinneswahrnehmungen herab, die tatsächlichen Ängste werden nicht geheilt oder lösen sich auf. Daher sollte bei Flugangst übermäßiger Alkoholgenuss an Bord eines Flugzeugs ebenso vermieden werden, wie auch Einnahme von sedativen Medikamenten; ungünstig ist es besonders dann, wenn diese zwar vorsorglich eingepackt werden, doch ihren ersten Probelauf im Flugzeug erfahren. Dies kann unangenehme Nachwehen haben, sowohl körperlich, als auch psychisch. Wie Sie sehen, auch wenn Sie heute noch vor der Frage stehen „was tun gegen Flugangst“, haben Sie es selbst in der Hand Ihre Angst zu besiegen.